20 Jahre Lechenicher Stadtgarde –  Ein Traditionscorps mit abwechslungsreicher Geschichte

Als sich die 17 Gründungsmitglieder der Garde am 13. September 1997 unter der Leitung des Gründungs- und heutigen Ehrenkommandanten Manfred Bausch zu ihrer  Gründungsversammlung im kleinen Sälchen des Lechenicher Bierkellers trafen, hätte sicher keiner die fulminante Entwicklung der Stadtgarde vorausgesehen.

 

Dennoch blicken wir heute, nach 20 Jahren, stolz auf die vielen deutlichen Spuren zurück, die die Stadtgarde im Lechenicher Karneval hinterlassen hat: Zunächst konzentrierten wir uns auf unsere Tänze, die wir stets professionell choreographiert und in vielen schweißtreibenden Trainingsstunden mit zunehmender Qualität auf die Bühne brachten und bringen. Unser unverwechselbares Profil bildeten wir durch die Kombination aus traditionellem Corps- und Tanzpaartanz mit fetzigen Showtänzen – das war damals neu und setzte letztendlich orientierende Maßstäbe für andere Traditionscorps. Seit 2016 rundet übrigens ein eigens für uns komponierter und getexteter Marsch den Ein- und Ausmarsch unserer Auftritte ab.

 

Bereits im Januar 1998 hielten wir im Hotel Franziskaner unseren ersten Corpsappell mit Familien, Freunden und Förderern ab. 2000 belebten wir mit dem Gardeball den Ballkarneval in Lechenich wieder. Bis zum heutigen Tag mit viel Liebe zum Detail vorbereitet ist er nach wie vor seit 19 Jahren ein ausverkauftes Highlight im heimischen Fasteleer mit wunderschönen Kostümen. Vielen Dank an alle Gäste für die Treue, Stimmung und Kreativität! Im Karnevalszug des Jahres 2000 nahmen zum ersten Mal einige Gardisten beritten teil. Die Reitergruppe hat sich prächtig entwickelt und gibt mit bis zu 13 Reitern, einer Großkutsche gezogen von vier Pferden und der ebenfalls pferdegezogenen historischen Gulaschkanone von 1916 im Karnevalszug stets ein stolzes Bild ab. Dazu kommen über 50 uniformierte Gardisten per pedes, Kamellekanone, Musikzug, Läufer und zwei Bagagewagen – stets sind wir mit über 100 Personen im Zug vertreten – eine starke Zugeröffnung.

 

Im Jahre 2003 folgte das erste Gardebiwak – jedes Jahr eine organisatorische und logistische Meisterleistung, mit stets neuem Drehbuch zum Rathaussturm – wetterumtost oder sonnenverwöhnt, aber stets mit guter Stimmung eines mittlerweile (das zeigte sich in dieser Session bei Dauerregen) festen und treuen Kernpublikums. Danke dafür! Im gleichen Jahr erschien die erste Gardebroschüre – heute als Gardepost ein informatives, vierfarbiges Hochglanzmagazin. Weiter ging es Schlag auf Schlag: 2004 Gründung des Kadettencorps der Stadtgarde, seit 2007 die unregelmäßige Veranstaltungsreihe Garde-Tön – dieses Jahr am 25.10.2017 mit dem dritten Teil des Wicky-Junggeburth-Programms „Der kölsche Fastelovend“ – Thema ist der Zeitraum von 1960 – 1970. Darüber hinaus zogen wir im Jahr 2007 erstmals unseren  eigenen Regimentsspielmannszug auf die Bühnen – zunächst waren es die „Kölschen Mädchen und Jungen vum Eigelstein” und seit vergangener Session sind es die „Coelschen Knappen von 1997 e.V.”. Nach der Session 2007/2008 (die Session unseres ersten Dreigestirns) wurde erstmals in Zusammenarbeit mit dem Ortsausschuss St. Kilian die Nubbelverbrennung am Dienstagabend vor Aschermittwoch durchgeführt – seitdem ist das regelmäßige jährliche Tradition. So eröffnet die Garde den Straßenkarneval in Lechenich mit ihrem Biwak, führt den Karnevalszug am Sonntag an und beschließt ihn mit der Nubbelverbrennung. Wir sind stolz darauf das für Lechenich’s Karneval tun zu dürfen und geben weiterhin für Sie das Beste!

 

Was macht die Lechenicher Stadtgarde, was machen die Gardisten eigentlich außerhalb der Sessionen? Auch hier reihen sich erlebnisreiche Veranstaltungen unterschiedlichster Art wie auf einer Perlenschnur auf: Feste, mehrtägige Touren (2x nach New York zur Steubenparade, Andalusien, Mainz, Aachen, Berlin), Gardeappelle, Familienradtour, Reitveranstaltungen, Trainingswochenende, Herrentour, Fußballturnier und, und ... manchmal wünscht man sich ein wenig mehr Jahr für all die unterhaltsamen, kurzweiligen und interessanten Treffen, Veranstaltungen und Begebenheiten. Die Kameradschaft zwischen den mittlerweile 131 Gardisten mit und ohne Uniform findet das ganze Jahr über statt und wird besonders gepflegt.

 

All das wird gestemmt von tollen, engagierten Menschen, die jeder ihren Teil zum Gardeleben beisteuern wie Mosaiksteinchen in einem großen, wunderbaren Mosaik.

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